Presse
Westend. «Kunst im Oberlandesgericht
Frankfurt/Main» – unter diesem Titel ist bis zum 15. April die
Ausstellung von der Künstlergruppe K 5 dGruB und Christof Paul im
Oberlandesgericht, Eingang Klapperfeldstraße, zu sehen.
Die Künstlergruppe K 5 dGruB ist eine Gruppe Frauen, die sich aus Dagmar
Morgenstern, Gründerin der Gruppe, Gabriele Seibert, Roswitha Lindt, Ulla
Morbach und Bruni Schneider zusammensetzt. Sie lernten sich in der
Städelschule kennen. Es sind Malerinnen in der Stilrichtung des Realismus.
Ihre zumeist großformatigen Werke wirken energiegeladen und kraftvoll.
Leuchtende, ausdrucksstarke Farben bestimmen die meisten Bilder. Inspiration
findet die Fünf sowohl im Alltäglichen wie auch auf Reisen und in
scheinbar unspektakulären Dingen. Allen Werken wohnt die gleiche
energiegeladene Ausdrucksweise inne. Zahlreiche Maltechniken und unterschiedliche
Materialien kommen dabei zum Einsatz. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt im
Bereich Öl und Acryl auf Leinwand.
Die Malerei schenkt der Gruppe K 5 dGruB die Fähigkeit, mehr zu sehen,
besser zu unterscheiden und neue Ideen zu entwickeln. Sie malen, um ihr Sehen
sichtbar zu machen. Sie greifen Fragmente des täglichen Lebens auf, um das
Gesehene in klarer Formgebung mit spannungsvollen Proportionen umzusetzen.
Die Ausstellung kann montags bis freitags zwischen 9 und 15 Uhr besichtigt
werden. red
Artikel vom 08. Februar 2011, Frankfurter Neue Presse
Sie lernten sich an der Städelschule kennen
Gruppe "K 5 dGrub" zeigt Gemälde und Skulpturen im Oberlandesgericht - Auch
Künstler aus der Wetterau dabei
Frankfurt (aho) Fünf Malerinnen und ein Bildhauer aus Frankfurt, Darmstadt
und der Wetterau stellen derzeit ihre Werke im Oberlandesgericht Frankfurt aus.
>K5 dGRUB< nennen sich die Künstlerinnen. Der Name setzt sich aus
>Komplimentarität<, 5 Frauen und den Vornamen der Künstlerinnen
Dagmar Morgenstern, Gabi Seibert, Roswitha Lindt, Ulla Morbach und Bruni
Schneider zusammen. Ergänzt wird deren Ausstellung mit Werken des Bad
Bilbeler Bildhauer Christof Paul, der einige seiner Holzarbeiten zur
Verfügung stellt. Den musikalischen Rahmen der Eröffnung bildete der 18
- jährige Gitarrist und Abiturient Ratrick Hemling, der Werke seines
großen Vorbilds, des Australiers Tommy Emmanuel, spielte.
>Gemeinsamkeiten mit Juristerei<
Kunst und Rechtsprechung haben viel gemeinsam, erklärte Dr. Klaus
Brücknerm ehemaliger Richter und Oberlandesgerichts-Präsident sowie
Beauftragter der hessischen Landesregierung für Kunst in den Gerichten, der
die Ausstellung eröffnete. Es gehe in beiden Bereichen um Wahrheit und
Wahrhaftigkeit und um das Erkennen des Wichtigen und Richtigen. "Es geht um
Entscheidungen, Festlegungenm und Positionen und Wertvorstellungen" Von daher sei
es richtig und gut, dass die Gerichte sich auch für zeitgenössische
Künstler öffnen, sellte Brückner fest.
In Kunst und Rechtsprechnung gehe es zudem um Kommunikaktion, den Kunst entstehe
erst dadurch dass sich Menschen mir den Arbeiten des Künstlerinnen und
Künstler auseinandersetzen. Während die Richterinnen und Richter jedoch
abwägen müssten, könnten die Künstlerinnen "einseitig
zuspitzen und eadikaler Position beziehen". Deren beinah seismographische
Sichtweisen gesellschaftlicher Entwicklung seinen wiederum für die Justitz
wichtig, so Brückner.
Die Frankfurterin Dagmar Morgenstern stellt Alltägliches in seiner eigenen
Schönheit und möglichst ohne Schnörkel das. Sie konfrontiert die
Betrachter mit Gegenständen unseres Alltags und versucht - im
>malerischen< Licht - auf deren Schönheit aufmerksam zu machen. Gabi
Seibert aus Roßbach bei Darmstadt wiederum malt Landschaften und Portraits
in Acryl. Besonderes Augenmerk legt sie auf die Größe und auf den
Bildausschnitt, um Spannung zu erzeugen. Die Reichelsheimerin Roswitha Lindt malt
in Mehrschichtenverfahren Portäts bedrohter Tierarten. Dabei arbeitet sie so
fein, dass das Fell eines Ozelots den Betrachtern fast zum Anfassen flauschig
wirkt. Ulla Morbach Leidenschat wiederumg ist die Farbe Blau in
großformatigen Ölgemälden. Tiere können in den Bildern der
Gelnhausenerin thematisch ebenso im Mittelpunkt stehen, wie Landschaften. Bruni
Schneider aus Altenstadt wiederum malt Menschen, Stillleben in Öl und
zeichnet Karikaturen. Die Bilder haben dabei aber immer mit ihrem eigenen Leben
und Erlebnissen daraus zu tun.
Erstmals Holzplastiken
Den Bildhauer Christof Paul hat Dagmar Morgenstern bei einem Lehrgang für
plastische Gestaltung mit Holz kennengelernt. Dabei war schnell klar geworden,
dass Paul und Morgenstern gemeinsam austellen wollten. So sorgt diese Esposition
sogar für eine Premiere im Oberlandesgericht. Denn dort waren bislang noch
keine Plastiken zu sehen.
Die Qualität der Werke der realistisch und gegenständlich malenden "K5
dGRUB", die sich 2007 an der Städelschule kennenlernten, sei sehr hoch,
lobte der ehemalige Gerichstpräsident, der selbst Kunstsammler ist: "Diese
Ausstellung ist auf Augenhöhe mit den Galerien in der Nachbarschaft, in der
Braubachstraße und in deren Umfeld" lobte er.
Bis zum 15. April, und zwar montags bis freitags jeweils von 9 bis 15 Uhr,
können nicht nur Richter, Prozessbeteiligte oder Anwälte, sondern auch
andere Besucher die Ausstellung in den Fluren des Oberlandesgerichts betrachten.
Wetterauer Zeitung 26.01.2011
Das Profane zur Kunst erheben
Schülerinnen von Gerda Jo Werner stellen ihre Werke in der
Stadtbücherei aus
OBERURSEL (hz). "Die Wirklichkeit ist ein Teil der Kunst, das
Empfinden ergänzt sie", sagt Jean Corot einmal und meinte damit jene
realistischen Malerei, die das unmittelbare Erlebnis ohne jeden gedanklichen
Pathos schildert, die nur den subjektiven Eindurck einer Situation
wiedergibt. In der Stadtbücherei stellen bis zum 1. Juli sechs Frauen ihre
Werke aus, die alle im Atelier der bekannten Oberurseler Malerein Gerda Jo Werner
studieren. "Auf diese Gruppe bin ich ganz besonders stolz", sagt die Lehrerin,
die es immer wieder schafft, die Aufmerksamkeit ihrer Schülereinnen auf die
Wirklichkeit des visuell Erfaßbaren zu lenken, stets vermeidend, was nach
Sentimentalität aussehen könnte. Die sechs Malereinnen beleben ihre
Bilder mit erfrischender Natürlichkeit. Neues haben sie von den
Themenauswahl nicht zu bieten, aber es fehlt nicht an schöpferischem Talent
und malerischer Originalität. Renate Kexel, Birgit Morgenstern, Dagmar
Morgenstern, Elke Riad-Siewert, Rita Schneider und Gundi Ziehn haben alle
Erfahrung und die wichtigen Voraussetzung, malerische Bildwirklichkeiten zu
schaffen. "Ich greife in meiner Malerei Fragmente des täglichen Lebens auf.
Die Natur und das Alltägliche möchte ich realistisch verarbeiten",
erklärt Dagmar Morgenstern.
Fotografisch dokomentiert wird die Ausstellung von dem Kronberger Fotografen
Friedrich Sinn, der den Malerinnen im Atelier von Gerda Jo Werner zwei Jahre lang
über die Schulter schaute. Durch Einfühlung und Beobachtung "und das
richtige Erfassen ergab sich ein rückkoppeldes Element, wird die Arbeit der
Malerinnen sichtbar intensiviert" erklärt er und behauptet: "Meine
Anwesenheit war bereichernd." Das Puplikum hat die Idee angenommen wie auch die
Malerei, die sich leicht erschließt. Birgit Morgenstern wird so manchen aus
der Seele sprechen, wenn sie sagt: "Ich möchte sehen, was ich male, und ich
male, was ich sehe. Profane Dinge aus meiner Umgebung, die mir bei genauerem
Betrachten spannend erscheinen, möchte ich zum Kunstwerk erheben," Im
Atelier von Gerda Jo Werner ist Raum für das Leben des Künstlers, seine
Idee, seine Entwicklung, seine Träume, auch für das Leben, das in
seinem Werk Gestalt gefunden hat.
Öffnungzeiten: dienstags, mittwochs und freitags von 10-12 und von 15-18
Uhr, donnerstags 10-12 und 15-19 Uhr, samstags von 10-13 Uhr und sonntags von
11-17 Uhr.
Oberurseler Kurier 21.6.1993
Ganz profane Dinge, die bei näherem Betrachten spannend werden
Ausstellung in der Oberurseler Stadtbücherei
OBERURSEL. "Zur Meisterschaft entwickeltes Können" steht im
Brockhaus als Erläuterung des Begriffes Kunst. Doch viele Künstlern ist
das eigene Tun viel wichtiger als die Meisterschaft. "Wenn ich male, vergesse ich
völlig die Zeit", schildert eine Zeichnerin, wie es ihr dabei geht. Anderen
kommt es darauf an, Empfingungen auszudrücken und in der Gruppe Resonanz und
Anregungen zu bekommen. In der Stadtbücherei stellen sechs
Künstlerinnen aus, jede mit einer Anzahl von Bildern vertreten die ihre ganz
persönliche Handschrift verräten. Hier überwiegen die
Ölgemälde und Themen, die von Stilleben über Blumen- und
Planzendarstellungen bis zu Porträts und Allegorien reichen. "Die Malerei
schenkt mir die Fähigkeit mehr zu sehen, besser zu unterscheiden und neue
Ideen zu entwickeln", so formuliert es Dagmar Morgenstern, eine der
Künstlerinnen. "Für mich ist malen, mein Sehen sichtbar zu machen.
ANNETTE WITTKOPF
Frankfurter Rundschau 21.9.1993
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HUNGEN (ivi). "Für mich bedeutet Malen, mein Sehen
sichtbar zu machen", definiert Dagmar M. Morgenstern ihr
Verhältnis zur Malerei. Im Pferdestall des Hungener
Schlosses sind am Samstag und Sonntag Werke der Künstlerin
zu sehen. Wie differenziert sie die Welt betrachtet, wenn sie zum
Pinsel greift, macht sie in einer Reihe von Bildern deutlich, die
sie selbst der "neuen Sachlichkeit" zuordnet. "Ich bin
Anhängerin der Moderne. Ich male realistisch oder
naturalistisch, übertrage die dreidimensionale Umwelt in
eine zweidimensionale Bildebene", beschreibt die Künstlerin,
die in Frankfurt lebt, ihre Arbeit.
Was sie zeigt, sind Motive in klaren Linien und Strukturen. Zum
einen sind es Fragmente wie der Teil einer Zapfsäule, ein
Kamelkopf oder das Heck eines Cadillacs, zum anderen
großflächige Darstellungen. Da kämpft eine
Footballmannschaft und eine Pinguinparade scheint den Betrachter
zu beobachten. Kürbis, Tomaten und Äpfel bannt die
Künstlerin in einer ihr eigenen Art des Stillebens auf die
Leinwand. Es ist die Klarheit ihrer Formgebung, die erst einmal
Distanz und Kühle beim Betrachter hervorruft. Wer nach der
Seele in den Bildern sucht, findet diese nicht auf den ersten
Blick. Wenn er sich mit Farbe und Form visuell auseinandersetzt,
wenn er das Bild auf sich wirken lässt, dann entstehen
Beziehungen zum Motiv und der Art der Darstellung. Dann werden
die grünen Äpfel plötzlich mehr als ein
appetitlicher Anblick, dann erzählen zwei alte Turnschuhe
ihre Geschichte.
Dagmar Morgenstern begann mit 17 Jahren, kreativ zu arbeiten. Sie
arbeitete mit Ton und gab später Unterricht für Kinder
und Erwachsene an der Töpferscheibe. In Frankfurt nahm die
Bad Homburgerin Unterricht im Zeichnen bei Doris Meier und in der
Aquarellmalerei bei Volker Schmid. Ihre Liebe zur Ölmalerei
entdeckte sie im Atelier von Gerda Jo Werner in Oberursel. Sie
lernte außerdem die unterschiedlichsten Techniken, denn
ohne das fachliche Können, das Handwerk, hätte sie sich
nicht malerisch oder zeichnerisch betätigt. "Hinsetzen und
drauflosmalen ist nicht meine Sache", meinte sie während der
Vernissage im Gespräch mit dem Anzeiger. Die Ausstellung ist
letztmalig am 11. September von 16 bis 19 Uhr und am 12.
September von 16 bis 20 Uhr im Pferdestall des Hungener Schlosses
zu sehen.
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