Gedanken

Es gibt so viele glaubwürdige Bilder auf der Welt, und wir lieben sie; wir reisen weit, um sie ansehen zu können. Wir brauchen sie. Und manche brauchen es eben, dass sie selber Bilder herstellen.
Das Medium der Malerei ist für mich Farbe und Raum.

Meine Bilder sind immer das Resultat von etwas, das ich visuell wahrgenommen habe. Für mich ist malen, mein Sehen sichtbar zu machen. Ich Versuche, den Gegenstand in seiner Schönheit darzustellen ohne Einmischung meinerseits. Ich möchte gebräuchliches nicht verfremden und verständlich darstellen.


Es ist natürlich überhaupt nicht gleichgültig, was man malt. Ich überlege mir ständig, bevor ich Dinge male, in wie weit sie tragfähig sind. In meinen Arbeiten versuche ich klare Strukturen von Formen und Farben im Stil der Neuen Sachlichkeit umzusetzen.
Ein ausschlaggebendes Moment ist, dass ich anhand der Motive etwas Spannendes entdecke, von dem ich meine, daran kann ich Malerei erproben.

Der Gebrauch von Fotografien als Ausgangspunkt von Bildfindungen hat mich manchmal in die Nähe der Fotorealisten gerückt. Der Fotorealismus reflektiert Fotografie, die Pop-art Werbung. "Genau da ist der Schnitt. " Ich will eine direkte Reaktion auf die Gegenstände unserer Zeit und
es geht  oft darum, auszutesten, wie schlicht oder unwichtig ein Motiv sein kann, um als Malerei noch zu funktionieren.
Kunst ist für mich eine Lebenseinstellung und bietet in ihrer Vielfältigkeit das Verständnis füreinander und die Akzeptanz der Andersartigkeit.
Lust an positiver Motivation wecken, ohne in eine oberflächliche Einstellung abzugleiten, das ist eines meiner Anliegen.

Ich wünsche mir, dass der Betrachter soviel Spaß beim Ansehen meiner Bilder hat, wie ich selbst beim Malen habe. Deshalb ist es mir so wichtig, dass auch jeder die Motive sofort erkennt und nicht erst lange nachdenken muss, was auf den Bildern dargestellt ist.

Dagmar M Morgenstern